Sonntag, 6. Juni 2010

Gauck als Armutszeugnis der Bundesrepublik

Wenn man meint, in Deutschland sei man nicht zu noch pathetischeren Schritten fähig, um den Staat vollends zu ruinieren, dann ist das ein Irrtum.

Bei der Frage, wer denn jetzt neuer Bundespräsident werden soll, hat man nicht lange gefackelt und mehr oder weniger in einer fast privaten Runde die Kandidaten gekürt: CDU-CSU und FDP haben sich auf den niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulf geeinigt, während man bei den Linken von SPD und Grünen keine bessere Idee hatte, als den ostdeutschen Joachim Gauck zu nominieren, der nach der Wende mehr schlecht als recht die mit Stasis durchsetzte Gauck-Behörde für die Aufarbeitung der Stasi-Akten geführt hatte. Damit stehen nun zwei Kandidaten für das unsinnigste Amt der Bundesrepublik zur Verfügung, die genauso profillos sind wie es fast alle Bundespräsidenten waren.

Nun hatte der Herr Gauck allerdings erst vor kurzem eine Feststellung getroffen, die ihn selbst für die Kandidatur untauglich macht:


Vielleicht ist er auch viel zu zynisch, um das einzugestehen, denn seine Behörde diente vor allem (wenn auch unbeabsichtigt) dazu, Stasi-Agenten zu ermöglichen, Akten verschwinden zu lassen, die doch für manche hohe Amtsträger sehr störend sein könnten.

Eigentlich hätte Gauck gar keine Aussichten, von der Bundesversammlung gewählt zu werden, da ja die christlich-liberale Koalition dort die Mehrheit hat, doch so leicht scheint es nicht zu sein, nachdem zuerst einige ostdeutsche Liberale und danach noch andere Politiker der Koalitionsparteien aus der Reihe getanzt sind und sich für Gauck ausgesprochen haben, ist es doch eine einmalige Gelegenheit, jetzt auch noch das oberste Staatsamt dem Osten in die Hände zu spielen.

Hinzu kommt, daß Gauck, wie er selbst bekannt hat, viel zu alt für solch ein Amt ist. Das sieht ja schon fast so aus wie im Vatikan, wo auch fast nur halb mumifizierte Kardinäle zum Zuge kommen, auch, wenn das nach dem Glaubensbekenntnis das Ergebnis göttlicher Eingebung ist. 

Ein moderner Staat sollte doch wenigstens in der Lage sein, seine Institutionen zu erneuern. Dazu gehört auch, einen Bundespräsidenten zu haben, der nicht durch Krieg und Diktaturen vorbelastet ist. Auch wenn Wulf nicht unbedingt ein besonderes Profil besitzt, so hat er wenigstens mehr Stil und mehr staatsmännisches Aussehen als ein ehemaliger Zonenkirchenbeamter.

Sollte Gauck das Rennen gewinnen, so wird die FDP keine Aussichten mehr haben, in den kommenden Wahlen im nächsten Jahr noch irgendwelche Sitze zu erlangen. Gerade von ihr hatte man erwartet, sie würde frischen Wind in die deutsche Politik bringen. In Wirklichkeit gibt es von ihr nur noch muffige Luft, vermischt mit dem Aroma der alten Trabbis und der Apparatschicks aus der Ostzone. Deutschland als Abwicklungsfall.

1 Kommentar:

michael hat gesagt…

VORRATSDATENSPEICHERUNG FATAL!!!
BITE MAL AUF IM NAMEN DES VOLKES NACHSCHAUEN UND WAS TUN!!!
STASI, TERROR, DEUTSCHLAND - UEBERWACHUNG !